ZERSTÖRER

Ich wuchs heran, geborgen im Leibe meiner Mutter.

Schreiend kam ich auf diese Welt.

Nichts ahnend, was mich hier erwartet.

Unschuldig und Rein.

Und nun, beschmutzt und befleckt.

Du hast alles von mir genommen,

Stück für Stück.

Nicht nur meinen Körper,

auch meine Seele.

Du bist eine Bestie in Menschengestalt.

Nichts blieb übrig von mir.

Nur noch eine leblose leere menschliche Hülle.

Eine Hülle, die nur mehr dahinvegetiert.

Eine Hülle, in der kein Leben mehr steckt.

 

 

TRÄNEN

Viele Tränen habe ich geweint,

doch es war niemand da, um sie wegzuwischen.

Tränen, die einen Ozean füllen könnten.

Das Tränenmeer einer verlorenen Seele.

Der Regen, der niederprasselt, sind meine Tränen.

Sie klopfen verzweifelt an deine Fensterscheibe,

doch du machst nicht auf.

Tränen, die auch über dein Gesicht laufen.

Fragst du dich nicht, woher sie kommen?

Tränen, die deinen Körper berühren,

doch es ist dir egal.

Es sind ja nicht deine Tränen.

Es sind meine Tränen, die ich weine.

 

 

LEERE

Ich gehe durch eine Menschenmenge,

doch ich nehme sie nicht mehr wahr.

Ich fühle mich allein auf dieser großen Welt.

Sehe nicht mehr die Sonne, die mir zublinzelt.

Sehe nicht mehr die Pracht der Blumen.

Höre nicht mehr das Lachen der Menschen.

Höre nicht mehr das Zwitschern der Vögel.

Fühle keine Wärme und keine Kälte mehr.

Fühle es nicht, wenn mich jemand anrempelt.

Rieche nicht mehr den Duft der Natur.

Rieche nicht mehr die frische Luft nach einem Regenguß.

Es gibt nur mehr die Leere in mir.

 

 

WAS HABE ICH GETAN ???

Was habe ich nur getan?

Menschen wollten mir helfen.

Menschen reichten mir ihre Hände.

Ich habe ihre Hände nicht ergriffen.

Ich habe sie weggestossen.

Ich habe sie zutiefst verletzt.

Mit meinen Worten und Gedanken.

Ich bin nicht besser, als diese Bestie in Menschengestalt.

Ich hasse mich.

Ich hasse mich so sehr, wie ich mich noch nie gehasst habe.

Nun habe ich auch diese Menschen verloren.

Menschen, die mir helfen wollten.

Menschen, die mir ihre Hände reichten.

Wundervolle einfühlsame Menschen,

wie ich es noch nie kennengelernt habe.

Nun bin ich selbst eine Bestie in Menschengestalt.

 

 

ENGEL DER NACHT

Ich habe den Engel der Nacht gesehn.

Er schwebte durch die Nacht.

Die Nacht ist seine Heimat.

Ein Engel, wunderschön und einfühlsam.

Der Engel bot mir seine Hilfe an.

Er fragte mich nach meinem Leid.

Ich sagte ihm über alles Bescheid.

Der Engel sprach zu mir,

mit Worten, so sanft und einfühlsam.

Ich hörte ihm dankbar zu.

Ich lauschte seinen sanften Worten.

Es war einfach wunderbar.

Ich fühlte mich tief zu ihm hingezogen.

Er fühlte mit mir.

Es war, als könnte er meine Gedanken lesen.

Seine Worte halfen mir sehr.

Dann ist er wieder fortgeschwebt.

Ich wäre am Liebsten mit ihm geflogen.

Mein Engel der Nacht.

So schwebt er nun weiter auf seinen Flügeln,

sanft und einfühlsam in die Nacht.

Wann kommst du wieder?

Mein Engel der Nacht.

 

 

EINSAMKEIT

Du kannst nicht bei mir sein.

Ich fühle mich so schrecklich allein.

Was fange ich an mit dieser Zeit?

Sehnsucht macht sich in meinem Herzen breit.

In der Nacht, wenn ich die Augen schließe,

dein sensibles Bild in mir genieße,

dannt tut´s auch in der Seele furchtbar weh,

weil ich dich wahrscheinlich nie mehr wiederseh.

 

 

FREUNDSCHAFT

Freundschaft ist ein großes Wort;

wie kann man das erklären?

Ein Gefühl, so wunderbar,

durch niemand zu zerstören.

Mit F am Anfang steht für mich

das Füreinander streben.

Das R heißt jederzeit Respekt

dem anderen zu geben.

Und E - das steht für Ehrlichkeit;

hat einen großen Wert.

Soll U - wie unbedingt bestehen,

weil es den Menschen ehrt.

Fast mittendrin im großen Wort

hat man das N geschrieben.

Es sollte immer dafür stehn,

sich niemals zu belügen.

Ein D - so groß die Dankbarkeit

muss eine Rolle spielen.

Auch S - wie Schutz und Sicherheit

soll ein jeder fühlen.

Das C - das heißt charakterstark;

ist´s auch nicht immer leicht.

Ist man mit H - wie Herz dabei,

dann hat man was erreicht.

Das A - das fast am Ende steht

will ich für Achtung setzen.

Und F - wie fair und recht zu sein,

den anderen zu schätzen.

T - wie Treue nun am Schluß

und das Gefühl auch geben:

heißt Freundschaft, Glück und Zuversicht

für ein ganzes Leben.

 

 

MEIN DUNKLER ENGEL

Ohne viele Worte hat deine Seele mich berührt,

in einem Moment, da mein Herz einem Strudel der Gefühle glich.

Engelsgleich und ohne Dich zu wehren

liesst Du dich hinabziehen, in der Hoffnung mich zu finden.

Als deine Finger sich auf die Wunden meines Herzens legten,

schlossen sie sich und neue Träume erwuchsen daraus.

Hoffnung keimte wieder in mir auf.

Mein dunkler Engel, wo bist Du?

Ohne dich kann ich meine Träume nicht durchführen.

Ich habe nicht die Kraft dazu.

Mein dunkler Engel,

komm zurück zu mir.

Gib mir deine Kraft zu leben.

Hilf mir!

 

 

NUR DU

Nur Du bist es,

an Den ich die ganze Zeit denke.

Nur Du bist es,

von Dem ich jede Nacht träume.

Nur Du bist es,

Den ich brauche um Glücklich zu sein.

Nur Du bist es,

Den ich über alles liebe!

 

 

ROTE TRÄNEN

Zerschmettert liege ich wieder am Boden.

Das kleine Licht wieder erloschen.

Tiefe Dunkelheit umgibt mich.

Sehe wieder nur diesen einen Ausweg vor mir.

Die Versuch ist groß, schwer ihm zu widerstehen.

Rote Tränen möchte ich weinen.

Rote Träne weinen.

Rote Tränen.

Tränen.

 

 

WIE OFT MUSS ICH NOCH STERBEN ?

Mit jedem Tag kehrt die Erinnerung an was geschah, zurück.

Alles wurde mir entrissen.

Die Natur kennt kein Gewissen.

Und so muss ich nun weitergehen, wenn alle Uhren stehen.

Diese Welt wirft tausend dunkle Schatten,

alles Sein bricht nur das Licht.

Sag mir, wie oft - Wann kann ich gehen?

Sag mir, wie oft muss ich noch sterben?

Da weht ein kalter Wind herüber zu uns allen,

die wir hier gefangen sind.

Und ich warte auf das Ende.

Und die Zeit heilt keine Wunden.

Sie ist mit dem Tod vereint

und sie wird mit jeder Stunde

immer mehr zu meinem Feind.

Es ist Zeit,

Zeit, von hier zu gehen.

 

 

DU WIRST NIEMALS MEINE TRÄNEN SEHN

Du wirst niemals meine Tränen sehn,

denn meine Tränen werden mit mir gehn.

Ich werde mit den Stürmen fliehn.

Jede Hoffnung und der Tag werden neu erblühn,

und ich werde mit den Wolken ziehn.

Nun bin ich endlich frei, ich bin im Licht,

denn so hoch, wie ich schrei, so fliegst du nicht.

Du wirst niemals meine Tränen sehn.

 

 

GEBROCHENES SCHWEIGEN

Ich habe nun mein Schweigen gebrochen.

Ich möchte nicht mehr alles in mich reinfressen,

nichts mehr schlucken müssen.

Drum habe ich es gebrochen, mein Schweigen.

Habe dem Menschen, den ich liebe, meine Gefühle offenbahrt.

Eine hoffnungslose Liebe.

Habe mit meiner Vergangenheit abgerechnet.

Nun ist meine Seele befreit.

Es tat so gut, dies alles zu tun.

Ich fühle mich frei wie ein Vogel.

Eine schwere Last ist von meinen vor Kram gebeugten Schultern gefallen.

Denn ich habe mein Schweigen gebrochen.

 

 

ZERSCHMETTERT

Nur ein paar Stunden wurde es mir gegönnt, mich frei wie ein Vogel zu fühlen.

Nun wurde ich entgültig zu Boden zerschmettert.

Dachte immer, das Richtige zu tun,

doch scheinbar habe ich es nicht getan.

Wieder nur enttäuscht und verletzt.

Bin ich ein Spielzeug für euch?

Nein, ich war ein Mensch.

Ich war ein Mensch, weil es mich nun nicht mehr gibt.

Ich werde für immer mein Licht auslöschen.

Zu sehr wurde ich wieder verletzt.

Es wird nun endlich Zeit für mich.

Zeit für mich zu gehn.

 

 

UNERWÜNSCHT

Ich bin auf dieser Welt unerwünscht.

Kein Platz auf dieser Welt für mich.

Kein zu Hause.

Nirgendwo.

Überall wurde ich verstossen und rausgeekelt.

Ich weiß nicht, WARUM???

Warum gibt es hier keinen Platz für mich?

Was habe ich getan?

Ich weiß es nicht.

Doch ich kenne einen Ort, wo ich erwünscht bin.

Wo ich mit offenen Armen empfangen werde.

Vielleicht finde ich dort die Wärme und Geborgenheit,

die ich schon so lange suche.

Ich freue mich schon darauf diesen Ort aufzusuchen.

Bald werde ich mich auf den Weg dorthin machen.

Er wird mich mit offenen Armen empfangen.

Ich bin glücklich, wenn ich endlich in seine Arme fallen darf.

 

 

DUNKELHEIT

Die Dunkelheit ist mein Leben.

Ich wandere im Dunkel der Nacht über den Friedhof,

sehe all die vielen Gräber.

Tränen rinnen über mein Gesicht.

Als Eistropfen perlen sie hinab auf die Gräber.

Ich wandere von einem Grab zum Anderen.

Ich denke mir, was wohl geschah.

Wird auch hier bald mein Grabstein stehn?

Werde auch ich bald mit den Engeln gehn?

Ich sehe mich um.

Es ist sonst niemand da.

Ich wandere weiter,

mit dem Gedanken an den Tod.

Sterne blitzen am dunklen Himmel.

Es sind die Sterne der vielen verstorbenen Seelen hier.

Wird auch für mich ein Stern am Firmament leuchten?

So viele Fragen und Gedanken gehen durch meinen Kopf.

Ich weiß keine Antwort drauf.

Still und leise, wie ich gekommen,

verlasse ich wieder diesen Ort.

Gehe wieder hinaus in die Dunkelheit.

Denn die Dunkelheit ist mein zu Hause.

 

 

SCHMERZ

Von tausenden Messerstichen durchbohrt.

Mein Herz gebrochen.

Meiner Seele beraubt.

Mein Körper zerschunden und zerfetzt.

Von tausenden Messern zerstochen.

Mein Herz zu Eis gefroren.

Meine Tränen, die mir vom Gesicht laufen,

fallen wie kleine Eistropfen auf den Marmorboden nieder.

Die Seele wurde mir genommen,

Stück für Stück.

Ich lasse nun rote Tränen fließen,

nur um zu spüren, ob ich noch am Leben bin.

Bin ich überhaupt noch fähig, Schmerz zu fühlen?

 

 

NARBEN

Mein Herz ist kalt wie Eis,

das von Liebe nichts weiß.

Es ist wie ein dunkler Stern in der Nacht.

Es wurde um sein Licht gebracht.

Die Zeit heilt angeblich alle Wunden,

doch Narben können niemals heilen.

Sie bleiben bei dir zurück

und erinnern an vergangenes Glück.

Doch auch die Narben werder immer wieder aufgerissen.

Diese dunkle Welt hat kein Gewissen.

Immer wieder und immer wieder,

streckt mich die Macht der Dunkelheit nieder.

Meine Narben erinnern an die Vergangenheit,

von all dem Schmerz und all dem Leid.

Ich möchte diese Narben ausradieren,

doch sie lassen mich immer nur dahin vegetieren.

Sie treiben mir immer wieder Tränen in die Augen,

verloren all die Hoffnung und der Glauben.

Die Narben erzählen von meinem Leben,

den Kampf und das Licht aufgegeben.

 

 

ZWIESPALT

Ich trage ein Lächeln auf meinem Gesicht und doch bin ich unglücklich.

Ich lache und doch möchte ich viel lieber weinen.

Ich wünsche mir ein normales Leben und doch wäre ich gerne tot.

Ich möchte frei sein und doch bin ich in mir gefangen.

Ich möchte Wärme spüren und doch spüre ich nur die Kälte in mir.

Ich versuche Anderen zu helfen und doch kann ich mir selber nicht helfen.

Ich möchte für alle Seelen da sein und doch kann ich die Meine nicht retten.

Ich möchte die anderen gebrochenen Herzen heilen und doch kann ich mein eigenes gebrochenes Herz nicht kitten.

Ich möchte jeden Tag neu erleben und doch möchte ich nie wieder aufwachen.

Ich wünsche mir die Sonne zu sehen und doch liebe ich die Dunkelheit.

Ich möchte die Sterne vom Himmel holen und doch möchte ich lieber selbst einer sein.

Ich trage eine Maske, damit niemand mein wahres Ich erkennt.

 

 

DER TOD

Meine Hände sind eiskalt,

als hättest du sie berührt.

Mein Herz ist eiskalt,

als hättest du es mit deinen Händen umfasst.

Meine Seele,

die hast du mir schon genommen.

Ich habe keine Angst vor dir.

Sehnsüchtig warte ich darauf in deine Arme zu fallen.

Was kommst du?

Mein süsser Tod.

Ich warte auf dich!!!

 

 

DIE KRIEGERIN

Ein großes weites Feld mit all den gefallenen Kriegern.

Das Blut ist geflossen.

Alle Tränen sind geweint.

Ein Wirbelsturm fegt über das Feld hinweg.

Ein großes Feuer wird entfacht,

verbrennt all die Knochen der gefallenen Krieger.

Das große Feld besteht nur mehr aus Asche.

Aus dieser Asche erhebt sie sich,

die Kriegerin.

Sie hat kein Herz und auch keine Seele.

Sie zieht ihr Schwert,

um in den Kampf zu ziehn.

Sie wandert über das große weite Feld.

Wandert über die Asche der verlorenen Seelen.

Sie macht sich auf,

um sich dem Kampf zu stellen.

Sie ist nun geboren

- die Kriegerin.

 

 

FUNKTIONIEREN

Kein Mensch ist es wert für ihn zu weinen.

Wäre er es wert, würde er es nicht zulassen.

Solltest Du eines Tages weinen, dann halte Deinen Kopf hoch,

damit Deine Tränen nicht so tief sinken wie er!

Du sehnst Dich nach einem Menschen,

den Du über alles liebst,

doch dieser Mensch hat Dir gesagt,

Du sollst einen anderen Weg gehen,

denn er möchte Dich nicht begleiten.

Du sehnst Dich nach einem Menschen,

der Dein Freund oder Deine Freundin ist,

damit man Dich in den Arm nimmt,

Dich tröstet, Dich auffängt,

Dich davor bewahrt in ein tiefes schwarzes Loch zu fallen....

Doch diese Arme sind zu weit weg.

Du kannst sie nicht ergreifen,

um Dich zu halten.

Du sitzt am PC und suchst nach Menschen,

die sich mit Dir unterhalten, die Dich ablenken,

denn Du möchtest nicht mehr denken müssen.

Du möchtest gerne über Deine Welt sprechen,

die zusammengebrochen ist,

doch Du kannst Dich niemandem anvertrauen.

Du befindest Dich in der Dunkelheit,

in der Du ganz allein bist,

in der niemand für Dich da ist,

in der Du ganz schwach bist.

Du weißt nicht, wie Du damit umgehen sollst.

Du weißt nicht, wie es überhaupt noch weitergehen soll

und ob es weitergeht.

Jeder erwartet von Dir,

dass Du auch weiterhin funktionierst.

Doch dieses Funktionieren ist kein Leben für Dich,

denn dieses Funktionieren hat dich gebrochen.

 

 

HERZ AUS STEIN

Ich hätte so gerne ein Herz aus Stein,

dann könnte das Leben viel einfacher sein.

Ich könnte keine Schmerzen mehr fühlen,

keine Gedanken und Gefühle mehr haben.

Vorsichtig halte ich einen Stein an mein Herz.

Er ist kalt und schwer...........

Und dennoch hätte ich gern ein Herz aus Stein,

denn dann könnte alles so viel einfacher für mich sein!

 

 

DU

Geträumt habe ich nur von Dir in den letzten Nächten,

Tagen und Wochen.

Ich kann Dich vor mir sehen, wie Du lachst, Dich bewegst.

Ein Lächeln lag mir auf den Lippen,

als ich grade erwachte und in die grausame Realität geschleudert wurde.

Mein Blick fällt aus dem Fenster,

der Himmel ist genauso grau wie mein Herz.

Das Wetter regnerisch und stürmisch wie mein Inneres,

wenn ich an Dich denke.

Du sagtest, Dir wären andere Dinge wichtiger.

Nahmst mir damit all meine Hoffnungen und Ziele.

WAS SOLL DAS??

Schenkte ich Dir nicht sogar mein Herz?

Nahmst Du es nicht dankend an und gabst mir die Überzeugung,

mein Leben an Deiner Seite zu Leben?

Alles schien so klar, einzigartig und wunderbar....

Noch nie fühlte ich so für einen Menschen wie für Dich!

Ich schaue auf das Bild von Dir und genieße Deinen Anblick.

Dies lebt in mir für die Ewigkeit!!

Doch ich werde mich immer und immer wieder fragen:

WARUM?

Du hast mich in tausend Stücke zerbrochen.

 

 

DIE ZEIT VERGEHT

Träume geraten in Vergessenheit.

Doch irgendwann ist es zu spät,

du kannst die Zeit nicht zurückdrehn.

Es wird dich einholen, dich niemals loslassen!

Verlorene Träume zerfallen in tausend Sternensplitter,

der Wind der Vergangenheit trägt sie zum Himmel.

Und jede Nacht, wenn du zum Himmel schaust,

wirst du ihn suchen - deinen Stern!

Deinen jetzt unerreichbaren Traum.

 

 

UNTOT

Als Untote wandle ich nun umher.

Mein Herz schon lange gebrochen

und meine Seele längst verloren.

Auch meine Gefühle habe ich nun aus meinem Leben verbannt,

damit niemand mehr mich verletzen kann.

Eine Maschine umhüllt von einer menschlichen Hülle.

Eine Hülle, in der kein Leben mehr steckt.

Auch Untote genannt,

so wandle ich nun durch diese grausame Welt.

 

 

ENGEL HÖRT MICH AN

Ihr Engel, die ihr auf Erden verweilt, hört mich an!

Was habt ihr mir nur alles angetan?

All dieses Leid, dieser Schmerz und diese Qual.

Ihr Engel, die ihr auf Erden verweilt, hört mich an!

Was habe ich euch denn bloß angetan?

Dass ihr mich so hart bestraft in diesem Leben.

Ihr Engel, die ihr auf Erden verweilt, hört mich an!

Ich flehe euch auf Knien bittend an.

Wo ist nun mein Platz in meinem Leben?

Ihr Engel, die ihr auf Erden verweilt, hört mich an!

Erhört bitte mein Flehen!

Bringt mir meinen Seelenfrieden wieder!

Ihr Engel, die ihr hier auf Erden wandelt.

 

 

SCHRITTE IM SAND

Ich ging mit dem Tod am Meer entlang.

Und es entstand vor meinen Augen,

Streiflichter gleich, mein Leben.

Für jeden Abschnitt, wie mir schien,

entdeckte ich je zwei Paar Schritte im Sand.

Die einen gehörten mir, die anderen dem Tod.

Als dann das letzte Bild an uns vorübergeglitten war,

sah ich zurück und stellte fest,

daß viele Male nur ein Paar Schritte in dem Sand zu sehen waren.

Sie verdeutlichten die Phasen meines Lebens,

die mir am Schwersten waren.

Das machte mich verwirrt, und fragend wandte ich mich an den Tod:

Warum sehe ich viele Male nur ein Paar Schritte im Sand?

Der Tod nahm meine Hand und sagte:

Wo du nur ein Paar Schritte hier im Sand erkennst,

da warst du mir besonders nah.

Ich trug dich auf meinen Händen

und hätte dich gerne mitgenommen in mein Land.

Deshalb viele Male nur ein Paar Schritte im Sand.

 

 

GESTERN

Es heisst immer wieder,

Gestern ist unwiederbringlich vorbei, passé, tot!

Das Gestern hast Du nicht mehr unter Deiner Kontrolle.

Es lebt nur noch in Deiner Erinnerung.

Alles, was vergangen ist, kannst Du nicht mehr ändern.

Warum sich also darüber aufregen?

Denkst Du immer nur daran, wie es eigentlich sein sollte,

lähmst Du Dich selbst.

Grübeln über Vergangenes ist Gift für dein Wohlbefinden.

Was hinter Dir liegt gehört dem Tod.

Ja, es mag viel Wahres dran sein.

Aber was ist, wenn gerade dieses Gestern Dein Leben bestimmt?

Gerade das Vergangene dich immer in den tiefen Abgrund stürzen lässt.

Man kann das Gestern nicht so einfach vergessen.

Mich hat das Gestern gezeichnet,

gebranntmarkt, für immer und ewig.

 

 

ZORN

Ich werde von Zorn beherrscht,

weil die Welt so ungerecht ist zu mir.

Diese Ungerechtigkeit hat alles in mir zerstört.

Zorn, über diese grausame Welt.

Zorn, über die Menschen, die hier leben.

Die Menschen, die mich so sehr verletzten,

quälten und mich in diesen tiefen Abgrund setzten.

Ich möchte meinen Zorn herausschreien,

doch meine Stimme bleibt stumm.

Er hat meine Zunge lahm gelegt - dieser Zorn in mir.

 

 

UNENTSCHLOSSEN

Ich bin unentschlossen,

weil ich nicht weiß, was ich aus meinem Leben machen soll.

Mir fehlt der Wille und die Kraft weiterzukämpfen.

Weiterzukämpfen für mein eigenes Leben.

Woher soll ich den Willen und die Kraft nehmen?

Ich weiß es nicht.

Es gibt kein Licht, das mich leitet.

Kein Licht, das mir auf meinem weiteren Weg leuchtet.

Ich kann keine Entscheidung mehr fällen über mein Leben.

Wie soll es nun weitergehen?

Ich weiß es nicht,

denn die Unentschlossenheit und die Entscheidungsunfähigkeit halten mich gefangen.

 

 

STEINE

Immer wieder werden mir Steine auf meinen Weg gelegt.

Immer größer und größer erscheinen mir diese Steine.

Steine, die unzerstörbar mir erscheinen.

Ich möchte schreien, möchte weinen.

Ich möchte diese Steine wegrollen,

aus meinem Weg entfernen,

doch mir fehlt die Kraft dazu.

Und so werden es immer mehr Steine

und immer größere Steine.

Steine, die mir meinen Weg zurück ins Leben verbauen.

 

 

DIE MAUER

Ich baue eine Mauer um mich herum auf,

aus Angst, wieder nur verletzt zu werden.

Diese Mauer ist aus hartem Stein gebaut,

keiner kann sie zerstören oder sie durchdringen.

Ich lebe hinter dieser Mauer und in dieser Dunkelheit darin.

Die Mauer soll mich vor all den Grausamkeiten des Leben schützen.

Niemand soll mir jemals wieder weh tun können.

Doch diese Mauer lässt mich auch immer mehr und mehr vereinsamen.

Ach, könnte ich diese Mauer doch selbst niederreißen.

Doch das vermag ich nicht.

 

 

ENTTÄUSCHUNG

Meine Enttäuschung über dich kann ich nicht mit Worten beschreiben,

denn je mehr ich über alles nachdenke, lässt es mich immer mehr in den Wahnsinn treiben.

Einst hatte ich mich dir anvertraut, dir alles erzählt und geschrieben.

Deine Worte hatten mich tief berührt und mir das Gefühl gegeben,

nicht allein auf dieser Welt zu sein.

Doch hast du mich anschließend schwerer und tiefer verletzt,

als so manch Anderer je zuvor.

Du hast mein Vertrauen mißbraucht, mich in Stücke zerfetzt.

Selbst zu feige, mir wieder zu schreiben, ließest du eine Andere für dich sprechen.

Ich konnte es nicht fassen, was ich las.

Du wusstest von meinem Leben und hättest mir dennoch so etwas zugetraut?

Diese Person, die diese schrecklichen Zeilen für dich schrieb,

ist durchtrieben von Falschheit und Hinterhältigkeit.

Wusste sie doch, wie ich reagieren würde.

Es folgte eine Mail an dich mit harten und grausamen Worten.

Danach schrieb sie mir zurück, du hättest es ja nur angedeutet

und mit welchem Entsetzen du ihr nun Auszüge aus meinem Schreiben zum Besten gabst.

Ich fasse es nicht, daß ich mich wieder so sehr täuschen konnte.

Es will nicht in meinem Kopf hinein, daß all deine Worte,

die ich als Wohltat empfand sich so umwandeln konnten

in solch furchtbaren Äußerungen.

Du hast eine tiefe Wunde in mir gerissen

und dies ist dir scheinbar gar nicht bewußt.

Oder ist es dir gar egal?

Umso größer meine Enttäuschung über dich.

 

 

GEFALLENER ENGEL

Ich bin ein Engel, der vom Himmel gefallen ist,

weil meine Flügel gebrochen wurden.

Mein Herz wurde gebrochen,

meine Seele ist gestorben

und mein Licht wurde mir geraubt.

So lebe ich nun in der Dunkelheit,

denn sie gibt mir auch Sicherheit.

Ich bin ein gefallener Engel,

der nur mehr auf seine Erlösung wartet.

 

 

TODESTANZ

Süsser Tod, nimm meine Hand und tanze mit mir!

Gemeinsam gleiten wir über das Parkett,

hoch wirfst du mich in die Lüfte,

fängst mich wieder auf in deinen Armen.

Weiter geht der Tanz, sinnlich berauschend,

drehen wir uns wie ein Wirbelwind.

Wir tanzen bis es uns die Sinne raubt.

Was für ein schönes Paar wir doch sind.

Eng aneinander geschmiegt tanzen wir weiter

und du nimmst immer mehr von mir.

Ich will nur mehr bei dir sein.

Komm, führe mich endlich in dein Land!

 

 

GESCHLAGEN

Ich gebe mich geschlagen.

Viele Tränen habe ich geweint und weine ich immer noch,

sie werden niemals enden.

Auch viele rote Tränen habe ich geweint.

Immer nur geplagt von Todessehnsucht,

die wohl niemals enden wird.

Doch nun ergebe ich mich.

Ich gebe mich geschlagen von diesem Leben.

Ich gebe mich geschlagen von dieser Gesellschaft.

Ich werde meine Maske aufsetzen,

damit niemals jemand dahinter blicken kann,

damit niemand sieht, wie es wirklich in mir aussieht.

Und so werde ich wieder in die Welt hinaustreten.

Ich werde mich der Gesellschaft beugen und fügen,

keinen Widerstand mehr leisten,

keinen Widerspruch mehr wagen.

So muß und soll es wohl sein.

Ich werde hinausgehen in diese verhasste Welt

und nie wieder jemandem mein Vertrauen schenken,

nie wieder jemandem ein Wort glauben.

Ich werde wohl irgendwann unter dieser Maske zerbrechen,

dann wird nur mehr meine Homepage für mich sprechen.

Geschlagen - von der Menschheit.

Geschlagen - von der Gesellschaft.

 

 

 


Kostenlose Webseite erstellen bei Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!